Schiedsrichter-Lehrgang bei Wetzlar Open – Teilnehmerbericht

Junior Group Seminar 2020 bei den Wetzlar Open
Erfahrungsbericht von Moritz von Blittersdorf
Die Junior Group ist eine Fördergruppe für junge und aufstrebende Schiedsrichter aus ganz Deutschland und trifft sich meist einmal im Jahr im Rahmen eines Turniers zu einem Lehrgang. Dieses Jahr fand das Ganze im Rahmen der 15. Wetzlar Open statt und ich war einer der acht Teilnehmer. Die Wetzlar Open sind seit 2006 ein internationales Turnier der ITF World Tennis Tour und wurden in diesem Jahr trotz der besonderen Corona-Situation dennoch durchgeführt: Als nationales Ranglistenturnier der DTB Premium Tour mit einem Preisgeld von 7.500 €. Organisiert wurde das Seminar von Tim Claußen und Patrick Mackenstein, die trotz der Corona-Pandemie und dem Ausfall vieler Tennisturniere einen Lehrgang für die Junior Group kurzfristig arrangieren konnten.
Das Seminar dauerte insgesamt vier Tage. Mittwoch sind alle nach Wetzlar per Bahn oder Auto angereist, sodass man sich am Abend kennenlernen konnte. Am Donnerstag haben Tim und Patrick einen theoretischen Seminarteil unter anderem zu den Tennisregeln gehalten, der für uns Teilnehmer sehr gut als Auffrischung diente und uns nach der langen Pause durch Corona wieder in das Schiedsrichterwesen einführen konnte. Am Freitag und Samstag konnten wir dann die Theorie in die Praxis umsetzen, indem wir bei den Wetzlar Open 2020 von der 1. Runde bis zum Viertelfinale schiedsen durften. An diesen beiden Tagen waren zudem mit Thea Finke und Kai Koske zwei White Badges und erfahrene Schiedsrichter anwesend, die uns beim Schiedsen zugeschaut und im Anschluss wertvolles Feedback gegeben haben. Bei einem Turnier, bei dem der dritte Satz als Match-Tie-Break gespielt wird, darf natürlich auch die famose Geschichte des „Twelve-Elf“ nicht fehlen.
Die Organisation und der gesamte Ablauf des Seminars waren sehr gut, da alle sich prima verstanden haben und die Atmosphäre durchgehend sehr harmonisch war. Diese vier Tage waren – und ich glaube da kann ich im Namen aller Teilnehmer sprechen – ein voller Erfolg mit vielen lustigen Momenten, aber auch einer qualifizierten Weiterbildung als Schiedsrichter durch die gelungene Kombination aus Theorie und Praxis.
Die Junior Group fördert jungen Schiedsrichter. Um selber teilzunehmen, sollte man einen C-Schiedsrichter-Schein gemacht und bereits ein wenig Praxiserfahrungen gesammelt haben. Ansprechpartner sind hier die Regelreferenten der Landesverbände oder die DTSV-Ausbildungs-kommission. Alle, die ebenfalls daran interessiert sind, Schiedsrichter zu werden, kann ich nur dazu ermutigen, den Schritt zu wagen. Man kann dabei sehr viel lernen (zum Beispiel schwere Entscheidungen zu treffen), es macht sehr viel Spaß mit anderen Schiedsrichtern auf Turniere zu fahren und man kann sich sogar etwas dazu verdienen.
Zuletzt noch ein herzliches Dankeschön an die Turnierdirektoren Ute Schmidt und Manfred Throl, an die Organisatoren Tim und Patrick, sowie an die anderen Schiedsrichter, die uns immer zur Seite standen und uns geholfen haben.

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